Kunstausstellung

Zu den bewegendsten Erfahrungen meines Lebens gehört ein viermonatiger Aufenthalt im Albert-Schweitzer-Spital in Lambaréné in Gabun, Afrika. Dort absolvierte ich mein chirurgisches Tertial im Rahmen meines praktischen Jahres zum Abschluss des Medizinstudiums. Selten habe ich in so kurzer Zeit so viele wertvolle Eindrücke sammeln, interessante Menschen kennenlernen und Grundlagen der Medizin erfahren dürfen.

Lambaréné ist der Hauptort der Provinz Moyen-Ogooué in Gabun. Der Name entstammt der Sprache der Galoa, einer Ethnie Gabuns und bedeutet „Wir wollen es versuchen“. Die Philosophie Albert Schweitzers enthält viele anregende Gedanken und Aussprüche u. a. zur Ethik, zum Leben, zu Tieren und Tierschutz, aber auch zu Themen wie der Macht des Einzelnen und der Überzeugungsarbeit.

»Die Ehrfurcht vor dem Leben, zu der wir Menschen gelangen müssen, begreift alles in sich, was als Liebe, Hingebung, Mitleiden, Mitfreude, Mitstreben in Betracht kommen kann.«

Die Ehrfurcht vor dem Leben erscheint damit auch heute noch als unverzichtbarer ethischer Ansatz, um der Zukunft entschieden und verantwortungsvoll entgegentreten zu können. Je mehr Menschen sich dazu entscheiden, desto wahrscheinlicher wird es, dass durch das eigene Handeln wieder ein Stück mehr friedliche Gesinnung in die Welt getragen wird. Dass es dazu nicht zwingend notwendig ist, nach Afrika zu reisen und ein Spital zu gründen, betonte schon Albert Schweitzer mit den Worten: »Es gibt nicht nur ein Lambaréné, jeder kann sein Lambaréné haben.«

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